Was ist eigentlich intermittierendes Fasten?

intermittierendes fasten abnehmen

Was versteckt sich hinter dem Begriff Intermittierendes Fasten? Was passiert dabei in unserem Körper, wie können wir damit abnehmen und welche weiteren Vorteile haben wir noch? Unser Gesundheitscoach Nils verrät wie Du mit intermittierendem Fasten Deinen Fettstoffwechsel-Turbo zünden kannst!Was wäre, wenn es eine wirksame Pille gegen Übergewicht geben würde? Eine Pille, die uns nicht nur abnehmen lässt, sondern gleichzeitig zahlreiche weitere gesundheitliche Vorteile mit sich bringt. Die unseren Bewegungsdrang steigert, unser Konzentrationslevel hebt, gegen Krebs helfen soll und unsere grauen Zellen schützt? Wer würde sie sich nicht sofort einwerfen und mit einem großen Schluck Wasser herunter schlucken?

 

Natürlich klingt das alles zu schön um wahr zu sein. Mit dem Schlucken einer Pille ist es leider nicht getan, aber dennoch gibt es diese Therapie: Kurzzeitfasten oder auch Intermittierendes Fasten (lat. intermittere = aussetzen / unterbrechen) steigert zum einen unsere Fettverbrennung, hilft uns beim Abnehmen und stärkt zum anderen unseren Körper. Kurze Essenspausen machen uns robuster.

Glukose: Die „schnelle“ Energie

Aber eins nach dem anderen. Bei uns Menschen stellen Muskulatur und Leber die Hauptspeicher für Kohlenhydrate – in Form von Glukose – dar. Es stellt sich die Frage: Wie lange können wir von diesen Vorräten zehren, die unser Körper zur schnellen Energiebereitstellung für uns vorhält? Natürlich ist das davon abhängig, wieviel wir uns Tag für Tag bewegen. Wer viel zu Fuß unterwegs ist, die Treppe statt den Aufzug nimmt, Einkaufen geht, das Haus putzt und seine Kinder vom Bus abholt, verbraucht natürlich deutlich schneller seine Energiereserven als jemand, der den Großteil des Tages auf dem Drehstuhl im Büro verbringt, mit dem Auto nach Hause fährt und es sich anschließend auf dem Sofa gemütlich macht.
 
Abhängig von unserem Aktivitätslevel sind unsere Glukosevorräte nach etwa 12 bis 24 Stunden aufgebraucht. Bei der durchschnittlichen Ernährungsweise mit Frühstück, Mittag- und Abendessen, kommen wir hingegen nur selten auf eine Phase von über 12 Stunden ohne Kalorienzufuhr. Unser Körper läuft folglich zum allergrößten Teil auf Glukose, zehrt also aus den Energievorräten der Muskeln und der Leber.

Energiespeicher geleert: Das Spektakel beginnt!

Kurzfristig ist es für unseren Körper der einfachste Weg, unseren Energiebedarf aus der gespeicherten Glukose zu decken. Schließlich wird es unangenehm, wenn die Glykogenspeicher dem Ende entgegen gehen. Nicht wenige Menschen bekommen leichte Kopfschmerzen. Sind die Glykogenspeicher geleert und sorgen wir nicht unmittelbar für Energienachschub, ist unser Körper dazu gezwungen, seine eigenen Energiereserven anzugreifen und sich folglich „von innen heraus zu ernähren“.
 
Der Körper startet einen beachtlichen Prozess: Er wirft seine Autophagie-Systeme an und setzt sein körpereigenes Recycling-Programm in Gang. Dabei werden die Zellen dazu motiviert, wertlose Proteinreste und anderen unerwünschten „Zellabfall“ abzubauen und diese als Energieträger zu nutzen. Zusätzlich werden vermehrt freie Fettsäuren aus dem Blut als Treibstoff genutzt und Fett aus den körpereigenen Fettzellen mobilisiert.

Der Rhythmus der Mahlzeiten macht‘s

Unser Körper ist ziemlich genial. Wir müssen ihm nur die nötige Zeit geben. Doch wie sieht eigentlich ein alltagstaugliches Konzept aus mit dem wir abnehmen können und gleichzeitig die gesundheitlichen Vorteile vom intermittierenden Fasten optimal ausnutzen? Keine Panik:

Besonders lange Fastenphasen oder gar ein tagelanger Nahrungsverzicht sind dabei überhaupt nicht notwendig. Das wäre schließlich auch nicht alltagstauglich. Optimal ist es, wenn wir jeden Tag eine 16-stündige Essenspause machen. Diese Form macht Intermittierendes Fasten zum Alltag und lässt sich sehr einfach in den Tagesablauf integrieren. Das Frühstück zu überspringen, reicht in der Regel vollkommen aus. Ein beispielhaftes Zeitfenster zur Nahrungsaufnahme könnte entsprechend von 12 bis 20 Uhr oder von 14 bis 22 Uhr lauten.

Intermittierendes Fasten steckt in unseren Genen

Intermittierendes Fasten entspricht unserer uralten Biologie. Ein Blick auf unsere Vorfahren zeigt, dass wir stets daran angepasst waren, nicht alle paar Stunden etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Früher wurde gegessen, wann immer die Natur etwas für uns bereithielt. Und das war in der Regel nur selten morgens um 7 Uhr, mittags um 13 Uhr und abends um 19 Uhr. Von den Kleinigkeiten zwischendurch mal ganz abgesehen.
 
Registriert unser Körper, dass wir nicht direkt Nahrung nachliefern, verschiebt er seinen Fokus von Wachstum und Reproduktion auf Selbsterhaltung. Das Überleben der „Hungerphase“ hat oberste Priorität. Aus Sicht der Evolution will uns unser Körper optimal auf die Jagd vorbereiten und uns auf Anstrengung einstellen. Folglich wird nach einer gewissen Phase ohne Kalorien ein Hormoncocktail ausgeschüttet (Ghrelin, Noradrenalin etc.), der unser Herz-Kreislauf-System besonders leistungsfähig macht, Nervenbahnen aktiviert und unsere Sinne schärft. Unser Verstand musste so klar wie möglich sein.

Energiespeicher leer = müde + schlapp?

Es klingt paradox. Eigentlich sollten wir voller Energie und besonders klar im Kopf sein, wenn wir eine Zeit lang nichts essen. Aus evolutionärer Sicht ist das jedenfalls absolut nachvollziehbar. Trotzdem werden die meisten von uns eher müde und schlapp, wenn wir nichts essen. Zum Großteil liegt das daran, was unser Körper gewohnt ist. Wenn wir ihm signalisieren, dass ausreichend Nahrung vorhanden ist und ständig für Nachschub sorgen, ist unser Körper natürlich nicht gewillt, seine kostbaren Energiereserven anzugreifen. Unser Fettstoffwechsel ist schlicht und einfach nicht trainiert und viel zu selten so richtig im Einsatz.

Neustart für Deinen Körper: Drück den Reset-Knopf!

Aber keine Angst, für einen Reset Deines Körpers ist es nie zu spät. Du kannst Deinen Fettstoffwechsel ganz gezielt trainieren. Intermittierendes Fasten, wertvolle Lebensmitteln und Bewegung im Alltag eignen sich dazu optimal. Diese Kombination hilft Dir beim Abnehmen, zündet Deinen Fettstoffwechsel-Turbo und bringt ein großes Plus für Deine Gesundheit.

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